Wissen

Fundierte Ratgeber zu Energieberatung, energetischer Sanierung, iSFP und klimafreundlichem Neubau.

Zwei Personen sitzen am Küchentisch und vergleichen zwei mehrseitige geheftete Angebote nebeneinander, ein einzelnes dünnes Blatt liegt umgedreht daneben

iSFP & Energieberatung

Was kostet ein Energieberater? Preise, Stundensätze und Zuschüsse 2026

Für die Energieberatung gibt es keine Honorarordnung: Die HOAI erfasst sie nicht, das Honorar ist frei vereinbar. Belastbar sind zwei andere Zahlenwerke — die Marktstudie der Bundesstelle für Energieeffizienz mit Verkaufspreisen, Aufwand und Stundensätzen für sechs Beratungsformen und die Förderrichtlinien mit ihren Höchstbeträgen. Dieser Beitrag stellt beide nebeneinander, rechnet vor, wie weit der Zuschuss tatsächlich trägt, und zeigt, was ein vollständiges Angebot enthalten muss.

Alexander Börgel · 16 Min. Lesezeit

Klinker-Doppelhaushälfte mit neuem Dach und neuen Fenstern, gebündelte Gerüstteile liegen auf dem Rasen, zwei Personen gehen an der Hauswand entlang

Bestandsmodernisierung

Energetische Baubegleitung 2026: Ablauf, Kosten & Förderung

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude trägt 50 Prozent der Ausgaben für energetische Fachplanung und Baubegleitung. Dieser Beitrag zeigt anhand der Förderrichtlinien vom 17. Juli 2026, welche Leistungen dazugehören, wann ein Energieeffizienz-Experte Pflicht ist, wie weit die Förderdeckel reichen und warum die vorhabenbezogene Unabhängigkeit des Experten über den Fördersatz entscheidet. Mit Rechnungen aus den Deckeln statt geschätzter Marktpreise.

Alexander Börgel · 15 Min. Lesezeit

Viergeschossiges Mehrfamilienhaus in der Abenddämmerung, in mehreren Fenstern brennt warmes Licht, auf den Balkonen hängen Wäsche und stehen Blumenkästen

iSFP & Energieberatung

iSFP-Bonus 2026: Was er bei 1, 3 und 6 Wohneinheiten wirklich bringt

Fünf Prozentpunkte mehr Förderung klingen einfach — in der Praxis entscheidet die Zahl der Wohneinheiten darüber, ob der iSFP-Bonus überhaupt greift. Dieser Beitrag rechnet ihn für Gebäude mit einer, drei, sechs und acht Wohneinheiten durch, zeigt die Grenzfälle rund um die 30.000-Euro-Schwelle, benennt die Maßnahmen ohne Bonus und erklärt, wen die Reform vom 21. Juli 2026 schlechter stellt. Mit Belegen aus der Förderrichtlinie BEG EM und dem BAFA-Merkblatt, Stand August 2026.

Alexander Börgel · 12 Min. Lesezeit

Ein Paar steht vor seinem sanierten Einfamilienhaus mit hellem Putz, neuen Fenstern und blühendem Vorgarten.

iSFP & Energieberatung

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) 2026: Ablauf, Nutzen & Kosten

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt, wie ein Bestandsgebäude Schritt für Schritt energetisch saniert werden kann — mit Reihenfolge, geschätzten Kosten und Fördermitteln je Schritt. Der Beitrag erklärt den Ablauf von der Antragstellung bis zum Zuschuss, was das BAFA von der Beratung übernimmt und was der iSFP-Bonus seit der BEG-Reform vom 21. Juli 2026 noch bringt. Dazu: wer einen förderfähigen iSFP erstellen darf und warum die Förderrichtlinie Ende 2026 ausläuft.

Alexander Börgel · 18 Min. Lesezeit

Modernisiertes Einfamilienhaus mit hellem Putz, neuen Fenstern und einer Wärmepumpe an der Fassade bei freundlichem Tageslicht

Bestandsmodernisierung

GModG 2026: Das Gebäudemodernisierungsgesetz – was sich für Eigentümer und Energieberater ändert

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) reformiert das Heizungsrecht: Die 65-Prozent-Regel fällt, die Bio-Treppe kommt, alte Heizungen dürfen bleiben. Der Überblick für Eigentümer und Energieberater.

Alexander Börgel · 8 Min. Lesezeit

Frisch saniertes Einfamilienhaus mit hellem Putz, neuen Fenstern und gepflegtem Vorgarten bei freundlichem Tageslicht.

Bestandsmodernisierung

BEG-Förderung 2026 für die Sanierung: Zuschüsse für Dämmung, Fenster & Heizung

Wie hoch fällt die BEG-Förderung 2026 für die Sanierung aus? Der Überblick zeigt, welche Maßnahmen an Dämmung, Fenstern, Türen und Heizung BAFA und KfW bezuschussen, was der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) bringt und in welcher Reihenfolge Sie den Antrag stellen. Mit Förder-Übersichtstabelle, einem Vorher-Nachher-Vergleich zur Reform, die am 21.07.2026 in Kraft getreten ist, und einem Regional-Blick auf Niedersachsen (NBank, proKlima) und Hamburg (IFB).

Alexander Börgel · 22 Min. Lesezeit

Nachtraegliche Rohrdaemmung der Heizungsleitungen im ungedaemmten Keller nach GEG

Bestandsmodernisierung

Sanierungspflicht 2026: Wer wirklich sanieren muss – und wer nicht

Kaufen oder erben Sie ein älteres Haus, greifen nach dem Gebäudeenergiegesetz – seit dem 29. Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) – zwei konkrete Nachrüstpflichten mit einer Zwei-Jahres-Frist. Wen die Sanierungspflicht 2026 trifft, welche Ausnahmen gelten, was die Maßnahmen kosten und wie Sie Förderung von BAFA, KfW und Landesbanken nutzen – der Überblick vom dena-gelisteten Energieeffizienz-Experten.

Alexander Börgel · 12 Min. Lesezeit

Glossar

Fachbegriffe rund um energetische Modernisierung, Förderung und Energieberatung – kurz und verständlich erklärt.

Annuitätenmethode
Ein dynamisches Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsberechnung, das die Kosten einer Investition gleichmäßig über ihre gesamte Nutzungsdauer verteilt und einen Betrag in gleichbleibende Zahlungen (Annuitäten) umwandelt
Aperturfläche
Die Lichteintrittsfläche einer solarthermischen Anlage
Baualtersklasse
Kategorisierung von Gebäuden nach ihrem Baujahr, die zur Abschätzung von Bauteilqualitäten und U-Werten herangezogen werden kann
Bedarfsausweis
Eine Form des Energieausweises, der den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes auf Grundlage seiner Bauweise, Dämmung und Anlagentechnik berechnet.
Blower Door Test
Eine Differenzdruckmessung zur Messung der Luftdichtheit von Gebäuden. Dabei wird ein Unter- und Überdruck von 50 Pa erzeugt, und der durchschnittliche Luftwechsel bei diesem Druck (n50-Wert) ist das Endergebnis.
Dampfdiffusionswiderstandszahl
Beschreibt, wie gut ein Baustoff die Diffusion von Wasserdampf behindert. Sie gibt an, um welchen Faktor der Baustoff gegenüber einer gleich dicken Luftschicht dampfdichter ist
Direktvermarktung
Eine Alternative zur Einspeisevergütung, bei der der erzeugte Strom an der Börse gehandelt wird, zuzüglich eines Förderzuschlags
Dynamische Stromtarife
Elektrizitätstarife mit variierenden Preisen je nach Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt. Ermöglichen Verbrauchern, ihren Stromverbrauch in Zeiten niedriger Preise zu verlagern und so Kosten zu sparen. Tragen zur Netzstabilität bei und erfordern idealerweise Smart Meter und automatisierte Steuerungssysteme
Energiebedarfskennwert
Gibt den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes für Heizung, Warmwasser und Lüftung in kWh/(m²·a) an. Basiert auf standardisierten Berechnungen unter Berücksichtigung von Gebäudekonstruktion, Wärmedämmung und Anlagentechnik. Wird im Energieausweis auf einer Farbskala von grün (gut) bis rot (schlecht) dargestellt
Fernwärme
Externe Wärmeversorgung über ein Netzwerk von Rohrleitungen. Kann aus Abwärme von Heizkraftwerken oder Industrie stammen
Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (§42b EnWG)
Ein Modell, das es mehreren Verbrauchern oder Gebäuden, die an ein gemeinsames Versorgungsnetz angeschlossen sind, ermöglicht, überschüssigen PV-Strom zu verbrauchen, bevor dieser in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Im Unterschied zum Mieterstrom muss der PV-Erzeuger keine Vollversorgung des lokalen Stromnetzes gewährleisten, und das Modell ist auch auf Nichtwohngebäude anwendbar
Heizlastberechnung
Ermittlung der erforderlichen Leistung des Heizsystems zur Beheizung eines Gebäudes. Ziel ist die Gewährleistung einer optimalen Heizleistung und Dimensionierung des Erzeugers und der Wärmeabgabe. Berücksichtigt Wärmeverluste, Außentemperatur und Gebäudehülle, aber keine internen Wärmegewinne
Heizwärmebedarf
Energiemenge, die benötigt wird, um ein Gebäude auf eine bestimmte Innentemperatur zu beheizen, unter Berücksichtigung von Wärmeverlusten und solaren Wärmegewinnen
Hydraulischer Abgleich
Ein Verfahren, bei dem jeder Heizkörper bzw. Heizkreis einer Flächenheizung mit der richtigen Wärmemenge versorgt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Ziele sind Heizkosten- und Stromersparnis sowie die Vermeidung von Fließgeräuschen. Ursachen für fehlenden Abgleich sind falsch dimensionierte Thermostatventile, überdimensionierte Pumpen und Heizkessel sowie falsche Einstellungen
Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
Ein standardisierter Energieberatungsbericht, der detaillierte Auskunft über den Ist-Zustand eines Gebäudes, den energetischen Soll-Zustand sowie die dafür notwendigen Maßnahmen gibt. Er besteht aus einer Übersicht und einer Umsetzungshilfe. Die Erstellung erfordert eine Zulassung vom BAFA als Berater im Förderprogramm EBW
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährlicher Gesamtenergiebedarf, der zum Energiegehalt auch die vorgelagerten Prozessketten bei Gewinnung, Umwandlung, Speicherung und Verteilung mit Primärenergiefaktoren einbezieht
Jahresarbeitszahl (JAZ)
Ein Maß für die Effizienz einer Wärmepumpe über ein Jahr
Kapitalwert
Eine finanzielle Kennzahl, die zur Bewertung der Rentabilität einer Investition dient, indem sie zukünftige Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit der Anlage berücksichtigt und auf den heutigen Wert abzinst. Ein positiver Kapitalwert deutet auf eine rentable Investition hin
Klimakorrekturfaktor
Faktor, der Temperaturverhältnisse und klimatische Bedingungen eines Berechnungszeitraums erfasst und angewendet wird, um Energieverbrauchskennwerte verschiedener Zeiträume und Regionen vergleichbar zu machen
Konvektion
Bezeichnet die Übertragung von Wärme durch den Austausch von Flüssigkeiten oder Gasen, bei dem erwärmte Teilchen aufsteigen und kalte Teilchen absinken, wodurch ein Kreislauf entsteht. Es gibt freie (natürliche) Konvektion, die durch Temperatur- und Dichteunterschiede entsteht (z.B. Heizkörper im Raum), und erzwungene Konvektion, die Fremdenergie (Pumpe, Ventilator) erfordert (z.B. Heizkessel im Heizungssystem)
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Eine Technologie zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme aus einem Brennstoff z.B. in Blockheizkraftwerken
Lastprofil
Die zeitliche Verteilung des Stromverbrauchs eines Haushalts oder Betriebs
Luft-Abgas-Schornsteine (LAS-Systeme)
Leiten Abgase ab und versorgen gleichzeitig die Feuerstätte mit Verbrennungsluft. Heute auch für feste Brennstoffe rußbrandbeständig
Luftwechselrate
Das Maß für den Luftaustausch, berechnet als Verhältnis des Luftvolumenstroms zum Raumvolumen pro Zeit
Marktstammdatenregister
Ein zentrales Register, das Daten zu Stromerzeugungsanlagen, Speichern und Netzbetreibern erfasst. Die Anmeldung einer Photovoltaikanlage ist hier erforderlich
Nutzungsgrad
Bewertet die energetische Effizienz des gesamten Heizsystems im Verhältnis von Energiebedarf zu erwünschten Nutzen
Passivhaus-Standard
Ein sehr hoher Dämmstandard, der zu einer weiteren Reduzierung des Heizenergieverbrauchs führt (ca. 30-40% im Vergleich zum Standard-Neubau)
Primärenergiebedarf
Ein energetischer Kennwert, der neben dem Endenergiebedarf auch die vorgelagerte Kette (Gewinnung, Aufbereitung, Transport der Energieträger) berücksichtigt und mit Primärenergiefaktoren bewertet wird
Raumlufttechnische Anlagen
Technische Systeme zur kontrollierten Zu- und Abfuhr von Luft in Gebäuden. Sichern gute Luftqualität, führen Schadstoffe und Feuchtigkeit ab.
Referenzgebäudeverfahren
Methode zur Ermittlung des maximal zulässigen Primärenergiebedarfs gemäß GEG. Ein virtuelles Referenzgebäude mit identischer Geometrie, Nutzfläche und Ausrichtung wie das zu bewertende Gebäude wird mit festgelegten Referenzwerten berechnet
Relativer Mindestwärmeschutz
Energetische Mindestanforderungen an Neubauten und Änderungen gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG), bei denen Abweichungen von einzelnen Werten durch gute Gesamtgebäudeperformance ausgeglichen werden können
Sommerlicher Wärmeschutz
Umfasst bauliche und technische Maßnahmen wie außenliegende Verschattungselemente (z.B. Rollläden oder Markisen), spezielle Verglasung, Dach- und Wanddämmung sowie Nachtlüftungskonzepte, die verhindern, dass sich Gebäude in der warmen Jahreszeit übermäßig aufheizen und dadurch ein angenehmes Raumklima ohne energieintensive Klimatisierung gewährleisten
Stromdirektheizung
Gerät zur direkten Erzeugung von Raumwärme durch Ausnutzung des elektrischen Widerstands oder auch in Verbindung mit Festkörper-Wärmespeichern
Stromgestehungskosten
Die Gesamtkosten für die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom über die Lebensdauer einer Anlage, einschließlich Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten
Thermische Gebäudehülle
Die äußeren Bauteile eines Gebäudes (Wände, Böden, Decken, Dächer), die den beheizten oder gekühlten Bereich umschließen und den Wärmeverlust und -gewinn regulieren
Thermographie
Eine Methode, die bei der Vor-Ort-Begehung ein nützliches Hilfsmittel zur Identifizierung von Wärmelecks und zur Früherkennung von Schäden sein kann. Es ist wichtig, die passenden Randbedingungen zu beachten und idealerweise eine Schulung zu besuchen
Thermostatventil
Ermöglicht die individuelle Temperaturregelung in jedem Raum. Die Zahlen am Thermostat regeln die Leistung und nicht direkt die Temperatur
Transmissionswärmeverlust (HT)
Beschreibt die Verlustleistung der Hüllflächen eines Gebäudes. Er gibt die Leistung in Watt an, die bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin zwischen Innenund Außenseite eines Gebäudes auftritt und wird als Wärmestrom in W/K gemessen. Der Transmissionswärmeverlust (HT-Wert) ist abhängig vom U-Wert der Bauteile und vom A/V-Verhältnis des Gebäudes
Wärmeschutznachweis
Ein Dokument, das die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an den Wärmeschutz bei Neubau und Sanierung gemäß §48 GEG nachweist. Er wird spätestens nach Fertigstellung für die Behörde erstellt

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